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Über was bloggst du? Lohnt sich das Bloggen im Jahr 2020?

 

Über was bloggst du?  Lohnt sich das Bloggen noch? Was verdienst du an deinem Blog? - Solche und so ähnliche Fragen bekomme ich in letzter Zeit immer öfters gestellt. Mit diesem Artikel versuche ich diese Fragen zu beantworten. Vielleicht findest du danach auch Interesse am Bloggen?! 

Suche nicht nach Tipps!

 

"Beim Eröffnen eines Blogs mache dir Gedanken, über was du gerne deine Leser informieren möchtest, konzentriere dich auf ein bestimmtes Thema, wo sind deine Stärken, ..." Solche und so ähnliche Tipps habe ich gefunden, als ich im Internet nach Hilfe und Informationen für die Eröffnung meines Blogs suchte.

 

Köche und Hobbyköche machen einen Food-Blog, Eisenbahner und Eisenbahnfreunde eröffnen einen Blog über Züge, Theaterliebhaber machen einen Kulturblog, Gitarristen und Gelegenheitsmusiker einen Musikblog, Fußballer oder Paragleiter sowas wie einen Sportblog, Hundeliebhaber einen Dog-Blog, ... Das ist auch gut so.

 

Was aber, wenn ich viele Interessen habe und keines meiner Hobbies vernachlässigen möchte? Was, wenn ich viel unterwegs bin, gerne koche und all dies mit euch teilen möchte? Was, wenn ich euch von meinen Geschichten vom Alltag und von meinen Erlebnissen erzählen möchte? Was, wenn ich meine Heimatstadt Wien liebe aber nicht nur über Wien berichten möchte?  

In welche Kategorie gehört nun Federlos?

 

Schnell musste ich feststellen, der erste Tipp für die Eröffnung meines Blogs hat mir schon mal gar nichts gebracht. Ich gehe meinen eigenen Weg und das solltest du beim Eröffnen deines Blogs genauso machen. Auf die Frage, über was ich blogge, folgt somit prompt die Antwort: "Über mich!" Doch wem interessiert das was ich denke, das was ich mache, das was ich gerne unternehme, ...

Ihr werdet überrascht sein, wie schnell du Fans und Gleichgesinnte findest, die genauso denken wie du, deine Interessen teilen und Gefallen daran finden, wie du etwas schreibst.

 

Sind Blogs 2020 überhaupt noch interessant und rentabel?

 

Die Art, wie wir Blogs konsumieren hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Vorbei sind die Zeiten, als Instagram noch nicht so angesagt war und wir abends an unserem Computern saßen und stundenlang in unseren Lieblingsblogs gestöbert haben.

Doch das heißt nicht, dass ein Blog sich 2020 nicht mehr lohnt. Ganz im Gegenteil. 

 

Durch das Bloggen lerne ich zu schreiben, zu recherchieren, Websites aufzusetzen, mich selbst zu vermarkten und vieles mehr.

Zum Glück kann man sich heute fast alles über das Internet spielend selbst beibringen! Das macht Bloggen zu so einem wundervollen Hobby. Ein Hobby, das nicht allzu teuer ist und deine Langeweile ganz schnell vertreiben lässt. 

 

Mit dem Blog Geld verdienen?

 

Ich werde auch oft gefragt, ob ich am Blog etwas verdiene. Ganz klar nein! Ich verdiene nichts am Bloggen, möchte ich auch nicht. Bloggen soll kein Geschäft werden. Wenn du damit beginnst, setzt du dich selbst unter Druck, dann dürfen dir Besucherzahlen nicht mehr egal sein. Ob mein Blog von 10 oder 3000 Personen am Tag besucht werden, kann mir nur als Hobby-Blogger egal sein. 

Ich mag keinen Stress, keine Rechnungen schreiben, keine Buchhaltung führen, ... Bloggen macht mir nur Spaß, wenn ICH selbst entscheiden kann, wann ich etwas schreibe und über was ich schreibe. 

 

Ich habe schon einige Bloggerkollegen gefunden, die nach Kooperationen mit Firmen gesucht haben. Sind diese ausgeblieben, wurde im Blog auch schon mitgeteilt: "Bloggen sei aus der Zeit gekommen" oder "Blogs werden von Instagram und Co verdrängt".

Es hörte sich teilweise schon fast wie ein Jammern an. Doch das stimmt nicht.

 

Bloggen ist nach wie vor ein interessantes Hobby. Bloggen ist auch im Jahr 2020 noch attraktiv, wird es auch viele weitere Jahre bleiben. (Besuche dazu den Link unten - Als Blogger sich treu bleiben)

Beim Bloggen bin ich mein eigener Chef

 

Ist Bloggen trotz Instagram noch zeitgemäß? Bei einem Instagram Post geschehen die meisten Interaktionen (Likes, Kommentare, etc) innerhalb der ersten Stunden nachdem er gepostet wurde. Danach stolpern User nur noch sporadisch über dein Bild, wenn sie vielleicht dein Profil durchscrollen. Dementsprechend sind Instagram Inhalte nicht besonders langlebig.

Mit hochwertigen Blogartikeln sieht es da schon ganz anders aus: Über die Google Suche können sie auch Jahre nach Erscheinen dir abertausende Klicks bescheren. 

 

Egal ob Fotos, Videos, Gifs, Gedichte, Audio Features oder Kurzgeschichten – all das kann ich in meinem Blog integrieren. Außerdem kann ich meinen Blog ganz frei gestalten und bin nicht den Formalia einer sozialen Plattform unterworfen.

Wer braucht schon ein Instagram Raster? Ich gestalte lieber meine eigene Website komplett nach meinen eigenen Vorstellungen. Ich bin quasi mein eigener Chef. Und wenn ich mal keine Lust habe zu schreiben, dann lege ich den Laptop zur Seite und verbringe die Zeit mit meinen Freunden, meiner Familie oder mit einem interessanten Buch. 

 

Kurz zusammengefasst: Viele Blogger-Kollegen vergewaltigen ihren Blog, haben den Sinn eines Blogs nicht verstanden. Ein Blog sei nicht mehr zeitgemäß, ist oft zu lesen. Doch das ist schlichtweg falsch. Macht man sich keinen Stress über Besucherzahlen und Statistiken, kann Bloggen ein wunderschönes Hobby sein. Ich lasse mir die Freude am Bloggen nicht nehmen, und brauche ich mal eine Pause, bleibt es eben ruhig auf Federlos. 

Auch interessant: Als Blogger sich treu bleiben

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Kommentare: 2
  • #1

    Gabi (Montag, 16 Dezember 2019 10:46)

    Hallo Jürgen
    genau so würde ich es auch beschreiben. Die genannten Fragen bekomme ich des öfteren gestellt. Ich hatte wirklich gar keine Ahnung als ich mit meinem Blog anfing. Wollte einen Zeitvertreib und kommuniziere gerne. Auch meinen Senf gebe ich gerne wo dazu. Auf jeder Bloggerkonferenz wurde das gleiche erzählt - Nische Nische - ich konnte es schon nicht mehr hören. Jetzt schreibe ich wie ich will und die Zahlen sind mir egal. Sollte irgend wer auf mich aufmerksam werden - mal sehen. Liebe Grüße Gabi

  • #2

    Michael (Sonntag, 12 Januar 2020 19:26)

    Hallo Ihr,

    eines habe ich für mich gelernt: Der Blog entwickelt sich, wie der Blog es will. Zwang zu einer strikten Linie macht viele Seiten unglaubwürdig, sie wirken synthetisch.
    Man kann Grundsteine legen, Themen als roten Faden planen. Plötzlich aber springt der Funke bei einer Bemerkung oder einer Randnotiz über und die Sachlage ist eine völlig andere. Einfach mal laufen lassen, oder?
    lg
    Micha