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Vorarlberger Käsespätzle - einfach zubereitet

 

Letztens habe ich ein weiteres Gericht aus der Kategorie "Hausmannskost" gekocht: Meine geliebten Käsespätzle, regional auch als Chäschnöpfli (Schweiz), Käsknöpfle (Vorarlberg), Kasspatzln (Tirol) oder Kässpatzn (Schwaben) genannt. Die Käsespätzle sind ein Gericht aus den Gebieten Schwaben, Allgäu, der Schweiz, Liechtenstein, Tirol und meinem Heimat-Bundesland Vorarlberg.

 

Bei den Käsespätzle werden heiße Spätzle und geriebener Hartkäse abwechselnd übereinander geschichtet und mit Röstzwiebeln garniert. Damit die Spätzle nicht auskühlen und der Käse schmelzen kann, werden die Käsespätzle jeweils nach dem Schichten in den heißen Backofen geschoben. Eine andere Variante der Käsespätzle sind die Käsknöpfle, wie ich sie aus meiner Heimat (Vorarlberg) kenne und diese immer in der Pfanne zubereitet werden. 

 

In Schwaben werden die Käsespätzle traditionellerweise mit Bergkäse und/oder Emmentaler zubereitet. In Vorarlberg gibt es unterschiedliche Zubereitungsarten. So findet man im Montafon Käsespätzle mit Montafoner Sauerkäse und im Bregenzerwald werden die Käsespätzle mit Bergkäse und Räßkäse zubereitet.

 

Ich verwende für meine Käsespätzle ausschließlich Vorarlberger Bergkäse. Dazu eine richtig ordentliche Portion Röstzwiebeln. Anstatt den Kartoffelsalat als Beilage, wie es in vielen Regionen Vorarlbergs üblich ist, mache ich mir einen leichten zerfetzten Gurkensalat. Dies deshalb, weil die Käsespätzle schon von sich aus schwer im Magen liegen, der Kartoffelsalat mir dazu einfach zu schwer wäre.

 

Gute Röstzwiebeln sind das A&O bei Käsespätzle. Bitte verwende dazu nicht die ausgetrockneten fertig gekauften Röstzwiebeln aus dem Supermarkt. Leider gibt es diese auch immer öfters, in Butter oder Schmalz ersäuft, in den Restaurants zu finden. 

Dazu gebe ich in die geschnittenen Zwiebeln einen KL (Kaffeelöffel) Mehl und 1 KL Paprikapulver für die Farbe und den Geschmack.

 

Zutaten

500 g Mehl (griffig)

5 Eier

Wasser 

Salz

500 g Bergkäse

 

3 Stk Zwiebel, in Ringe geschnitten

1 KL Mehl

1 KL Paprikapulver

 

Pfeffer aus der Mühle

 

Für den Gurkensalat:

1-2 Gurken

Essig, Öl, Wasser

Salz, Pfeffer, Senf, Zucker, Dille

bei Bedarf Kürbiskernöl

Zubereitung

Für die Käsespätzle das Mehl, Eier und Wasser in einer Schüssel mit dem Kochlöffel oder der Hand schlampig vermischen (muss nicht wirklich glatt sein) - der Teig sollte zäh und fest sein. Ist der Teig zu fest kann man noch ein wenig Wasser hinzufügen. Mit Salz (eventuell mit Muskat) würzen und in das kochende gesalzene Wasser spätzlen.

 

In einer Pfanne reichlich Butter zergehen lassen und die fertigen Spätzle aus dem Wasser direkt mit einem Lochsieb in die Butterpfanne geben. Bergkäse dazu und mit etwas Salz und reichlich Pfeffer würzen. Öfters durchschwenken, sodass der Bergkäse gut zergehen kann.

 

Währenddessen die Zwiebeln mit Mehl und Paprika mischen und in einer Pfanne mit Schmalz (oder Öl) braun werden lassen. 

 

Den Gurkensalat nach belieben zubereiten und würzen.


Meine Variante ist eine sehr einfache Art der Zubereitung. Diese habe ich so vor gefühlten hundert Jahren in einem Restaurant in einem Bergdorf über dem Bodensee gelernt. Sie kommt bei meinen Gästen und bei uns in der Familie noch immer am besten an. 

Den Bergkäse kaufe ich, wenn ich keinen direkt aus Vorarlberg mitgenommen habe, im Käseland am Wiener Naschmarkt. 

 

Käsespätzle werden oft mit Speck, Rahm oder anderen Zutaten vergewaltigt. Das geht gar nicht! Käsespätzle sollen durch die einfache Art der Zubereitung, durch einen guten Bergkäse, hausgemachte Spätzle und selbstgemachte Zwiebeln punkten. 

Dann schmeckt auch das Verdauungsschnapserl gleich viel besser. 

 

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